Matcha-Schlag
Hellgrüne, schaumige Schale. Intensiv konzentrierter Aufguss, da das gesamte Blatt (pulverisiert) in Suspension konsumiert und nicht aufgegossen wird.
Matcha-Zubereitung ist die japanische Art, pulverisierten Grüntee zu verzehren. Sie unterscheidet sich von allen anderen Teezubereitungen in der japanischen Teekultur dadurch, dass das Blatt selbst (in Pulverform, in Wasser aufgelöst) getrunken und nicht nur aufgegossen und weggeworfen wird. Die Technik geht auf die mittelalterliche chinesische Tradition des pulverisierten Tees zurück, die in China nach der Ming-Dynastie ausstarb, in Japan jedoch fortbestand. Dort wurde sie zu einem Grundpfeiler von Chanoyu (der japanischen Teezeremonie) und ist bis heute sowohl in der zeremoniellen als auch in der alltäglichen japanischen Teepraxis präsent.
Für die Zubereitung benötigt man vier traditionelle Utensilien: einen Chasen (Bambusbesen mit 80–120 gespaltenen Zinken), eine Chawan (Teeschale), einen Chashaku (Bambuslöffel) und idealerweise ein feines Sieb, um Matcha-Klumpen vor dem Aufschlagen aufzulösen. Die Zubereitung: 1,5–2 g Matcha in die Chawan sieben, 60–80 ml heißes Wasser (70–80 °C – nicht kochend) darübergießen und dann mit dem Chasen kräftig in einer „M“- oder „W“-Bewegung aufschlagen, bis sich gleichmäßig Schaum auf der Schale bildet. Mit etwas Übung dauert das Aufschlagen 15–30 Sekunden; das Ergebnis ist eine leuchtend grüne, schaumige Schale, die in 2–3 Schlucken genossen wird. Hochwertiger Matcha in Zeremonienqualität von Uji-Produzenten (Ippodo, Marukyu-Koyamaen) ergibt einen dichten, konzentrierten Umami-Geschmack mit einem süßen Abgang; Matcha minderer Qualität für den täglichen Gebrauch oder zum Kochen ist bitter und herb. Die Technik ist zugänglich – einfache Chasen- und Chawan-Setups kosten 30 bis 50 Dollar – allerdings erfordert das Erreichen eines gleichmäßigen Schaums Übung.
Brauparameter
| Wassertemperatur | 70–80 °C |
| Blatt-Wasser-Verhältnis | 1,5–2 g Matcha auf 60–80 ml Wasser |
| Brautage | Nicht steil aufschlagen – 15–30 Sekunden lang in Wasser einrühren. |
| Infusionszählung | Einzelschüssel; das Pulver wird in der Suspension verbraucht. |
Ausrüstung
- Chasen (Bambusbesen)
- Chawan (Teeschale)
- Chashaku (Bambusschaufel)
- Sieb (für klumpenfreie Zubereitung)
Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
- Verwendung von kochendem Wasser (ergibt einen bitteren, aggressiven Geschmack, der den Matcha-Charakter überdeckt)
- Das Sieben wird übersprungen (Klumpen verhindern gleichmäßiges Verquirlen).
- Als Ersatz für Chasen kann man eine Gabel oder einen Schneebesen verwenden (die Bambuszinken erzeugen speziell die Schaumsuspension).
- Durch kreisende Bewegungen (Hin- und Herbewegungen in M- oder W-Form erzeugen besseren Schaum)
- Matcha in Lebensmittelqualität nicht zum Trinken verwenden (zu bitter; Matcha in Lebensmittelqualität zum Backen und für Lattes aufbewahren)
Pokalergebnis
Hellgrüne, schaumige Schale. Intensiv konzentrierter Aufguss, da das gesamte Blatt (pulverisiert) in Suspension konsumiert und nicht aufgegossen wird.